Fifth Statement fo the hunger striking asylum seekers in Munich (De, En)

Wenn unsere Körper zu unseren Waffen werden

Heute ist der 7. Tag des generellen Hungerstreiks und gleichzeitig der 4. Tag des trockenen Hungerstreiks. Bis jetzt sind 21 von uns kollabiert und wurden zwischenzeitlich ins Krankenhaus gebracht, während die Regierung zahlreiche Versuche unternimmt, diesen Protest ohne jegliche Gegenleistung zu stoppen, anstatt Verantwortung zu übernehmen und eine Lösung zu finden.

Letzte Nacht gegen 23:00 Uhr wurde unser Vermittler von den Behörden zu einem anderen Ort bestellt, um ihm ein neu aufgebautes medizinisches Zelt zu präsentieren. An dem Ort, zu dem sie ihn führten, stand jedoch kein Zelt dort, sondern es fand nun ein unangekündigtes Treffen statt, in dem immenser Druck aufgebaut wurde, um immer weitere Schwierigkeiten zu erzeugen und uns von unserem Kampf aufzuhalten.

Dies ist unsere letzte Nachricht

Heute, am Freitag den 28. Juni, verkündet die erste Gruppe der Asylsuchenden im trockenen Hungerstreik, bei vollem physischen und psychischen Bewusstsein, dass sie keinen Schritt zurückweichen werden, bis ihre Vorderung erfüllt ist, und bis zu diesem Zeitpunkt weisen sie jede Behandlung von Ärzt_innen zurück!

Die deutsche Regierung muss erkennen, dass politische Spiele vorüber sind und dass es nur zwei Einbahn-Straßen zu beschreiten gibt: Entweder die Erfüllung der exakte Forderung der hungerstreikenden Asylsuchenden oder Bobby Sandes und Holger Meins auf den Straßen Münchens!


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When our bodies become our weapons

Today is the 7th day of our general hunger strike and in the same time it is the 4th day of our dry hunger strike.

Till now 21 of us did collapse and got transferred to the hospital, meanwhile all the attempts of the government to stop the protest without any achievement instead of taking responsibility and finding a solution.

Last night at 11 p.m. authorities took our messenger to another place to show him the new place of medical tent, but when he got there, there was no any tent, it was a not announced meeting with so much pressure, to bring more difficulties for us and to stop us from our struggle.

This is our last message

Today on Friday 28th of June, the first group of the dry hungerstrikinig asylum seekers with having full physical and political conciousness are announcing they will not take any step back until they get their demand, and until that moment they don’t want to see any doctor!

German government has to know that playing political games is over and there are just two one way streets: First fulfilling the exact demand of dry hungerstriking asylum seekers

or the second is having Bobby Sandes and Holger Meins on Munich streets.

PM: Unterstützer_innen treten in den solidarischen Hungerstreik

Am 22.6.2013 traten Asylsuchende/ Non-Citizens am Münchner Rindermarkt in den Hungerstreik, um endlich das zu erreichen, was sie aus ihrem nicht-privilegierten politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Status befreit: die Anerkennung ihrer Asylgesuche. Da das Ultimatum von 3 Tagen, welches die Streikenden der Bundesregierung am Samstag setzten, keinerlei politische Regungen hervorrief, beschlossen die streikenden Asylsuchenden/ Non-Citizen, in den trockenen Hungerstreik zu treten. Obwohl der Gesundheitszustand der Hungerstreikenden immer kritischer bis lebensgefährlich wird, sehen die politisch Verantwortlichen keinerlei Handlungsbedarf und nehmen weiterhin die Leben der Menschen in Kauf, die sie schon vorher durch eine menschenverachtende Praxis, wie die Unterbringung in Isolationslagern, die Auferlegung der Residenzpflicht und das jahrelange Warten auf politische Anerkennung bewusst aufs Spiel setzten.

Dies spiegelt deutlich die gewaltvolle Aufrechterhaltung der Trennungslinie zwischen Menschen mit und ohne gesicherter Staatsbürger_innenschaft wieder.

Für die Menschen aus dem Unterstützer_innenkreis ist diese Situation nicht mehr hinnehmbar. Wir, 12 Unterstützer_innen im Alter zwischen 22 und 33 Jahren – einige sind Inhaber_innen eines deutschen Passes, andere haben einen vorläufig gesicherten Aufenthaltsstatus in der BRD -, haben beschlossen jetzt den nächsten, für uns politisch sinnvollen Schritt zu gehen und in einen unbefristeten Hungerstreik zu treten. Ab heute, Donnerstag, den 27.06.2013 14h, haben wir aufgehört jegliche Nahrung zu uns zu nehmen und werden erst wieder essen, wenn die Forderung der streikenden Asylsuchenden/ Non-Citizen, nach §16a des Deutschen Grundgesetzes als Politisch Verfolgte anerkannt zu werden, erfüllt ist. Wir schließen nicht aus, radikalere Schritte in Erwägung zu ziehen und fordern die Regierung auf, endlich zu reagieren, um zu verhindern, dass noch weitere Menschenleben vernichtet werden.

 

Fourth press release by the hunger striking asylum seekers in Munich (De, En)

Vierte Pressemitteilung der hungerstreikenden Asylsuchenden in München

 

Das gestrige Gespräch mit Vertreter_innen aus der Politik führte zu keinem Ergebnis. Daher werden wir weiterhin das Wasser verwehren, bis unsere Forderung nach Anerkennung aller im Sinne des Artikels 16 a GG erfüllt ist. Da die Zeit lebensgefährlich knapp wird und von politischer Seite immer noch keine Annäherung kam, treten ab heute Unterstützer_innen mit gesichertem Aufenthaltsstatus in einen zusätzlichen Hungerstreik.

 

Nach dem Treffen, das gestern zwischen einem Delegierten der hungerstreikenden Asylsuchenden und Vertreter_innen des Sozial- und des Innenministeriums, des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sowie der Regierung von Oberbayern in der Nähe des Rindermarkts stattfand, endete ohne ein Ergebnis. Während des Treffens wie auch danach kollabierten 16 durststreikende Asylsuchende und wurden ins Krankenhaus gebracht. In einer sehr einseitig geprägten Atmosphäre war die Struktur zwischen Macht und Unterdrückten klar zu sehen. In dieser Sitzung, die etwa anderthalb Stunden dauerte, wurde nicht ein einziger Schritt auf die von unserem Delegierten vorgebrachte Forderung zugegangen, obwohl sogar die Einladung zu diesem Treffen von staatlicher Seite kam.

 

Sehr auffällig war die Tatsache, dass die Politiker_innen offensichtlich erst während der Sitzung erfuhren, welche exakte Forderung wir erheben, obwohl diese bereits in unseren ersten beiden Pressemitteilungen klar benannt wurde. Dieser Mangel an Information zeigt deutlich, dass es keinerlei Bedürfnis von politischer Seite gab, die Forderung der Hungerstreikenden in Betracht zu ziehen, und dass stattdessen allein versucht wurde, den Hungerstreik zu brechen. Eine Routine, die bisher mehrmals "erfolgreich" durchgeführt wurde. Dieses mal, aufgrund des Vergehens der Streikenden, die ihnen entzogenen Rechte zurückzufordern und eine Marginalisierung zu vermeiden, entschieden sich die politischen Vertreter_innen dazu, ein Zelt mit technischen Hilfsmitteln anzubieten und zu versprechen, alle Asylfälle zu prüfen und in zwei Wochen darüber zu entscheiden. Allerding bleibt dies wie üblich ohne jede Garantie der Anerkennung: In den letzten Jahren bzw. zu Beginn dieses Jahres lag die Anerkennungsquote bundesweit bei 1,3 Prozent. Daher weisen wir dieses Angebot entschieden zurück, da es in keiner Weise unserer Forderung entgegen kommt.

 

Zwei von der bayerischen Sozialministerin Haderthauer veröffentlichte Pressemitteilungen bedürfen außerdem einer expliziten Entgegnung unsererseits: In der ersten der beiden Mitteilungen macht bereits der Titel ("Sozialministerin Haderthauer: 'Rot und Grün führen Asylbewerber in die Irre!' - Hungerstreik der Asylbewerber in München") deutlich, dass sie in erster Linie dem Wahlkampf dienen soll anstatt auf unsere Forderung einzugehen. Darüber hinaus erklärt Haderthauer, dass Verhandlungen zwischen Vertreter_innen aus Politik und von Seiten der Hungerstreikenden bisher stets erfolgreich waren. Tatsächlich waren diese Verhandlungen erfolgreich, jedoch stets allein im Sinne der Politik: den Hungerstreik zu brechen. Veränderungen haben in keinem Fall stattgefunden. In ihrer zweiten Pressemitteilung spricht Frau Haderthauer außerdem davon, dass wir in einem Rechtsstaat lebten, "wo man sich nicht durch Hungerstreiks eine Vorzugsbehandlung erzwingen kann". Wir können auf diese Aussage nur fragen: eine Bevorzugung vor wem? Wir, die Asylsuchenden, die sich im trockenen Hungerstreik befinden, und zwar vor dem Hintergrund, dass wir uns auf der untersten von diesem "Rechtsstaat" festgelegten Ebene befinden, definieren uns innerhalb dieser Situation als Asylsuchende. Daher lässt sich unsere Forderung nach Anerkennung unter keinen Umständen auf Privatinteressen reduzieren und eine Bevorzugung vor anderen ist vor dem genannten Hintergrund schlicht nicht möglich.

 

Bezüglich der Situation vor Ort erscheint es erneut notwendig zu betonen, dass die schwangere Frau, die ebenfalls an diesem Protest teilnimmt, sich nicht im Hungerstreik befindet, genauso wenig wie alle anwesenden Kinder!

 

Alle anderen unserer Mitstreiter_innen befinden sich nun im dritten Tag des trockenen Hungerstreiks, allein gestern sind bereits 16 unter uns kollabiert. Dennoch werden wir das Wasser weiterhin verweigern, bis wir alle die Anerkennung erster Klasse, nach Artikel 16 a GG, erhalten!

Da trotz dieser gefährlichen Situation von politischer Seite bisher keine Annäherung an diese Forderung zu erkennen ist, hat sich eine Gruppe von Unterstützer_innen, allesamt mit gesichertem Status in Deutschland, nun dazu entschieden, aus Solidarität mit uns ebenfalls ab heute in den Hungerstreik zu treten!

 

Die Hungerstreikenden Asylsuchenden in München

 

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Fourth press release by the hunger striking asylum seekers in Munich

 

Yesterday's conversation with parlamentary delegates did not lead to a result. Therefore we will keep refusing water until all our rights according to paragraph 16 of the Basic Law [constitutional law, Grundgesetz] are recognized. As time runs critically fast and there is no rapprochment on the part of the state, supporters with secure resident status start an additional hunger strike today.

 

The meeting of a delegate of the hunger striking asylum seekers and delegates of the Ministries of Social and Internal Affairs, the Federal Office for Migration and Refugees (BAMF) as well as the government of Upper Bavaria near the Rindermarkt [place in Munich] ended without results. During the meeting and afterwards 16 asylum seekers who are on dry hunger strike collapsed and were taken to hospital. In a very unilaterally molded atmosphere the power structure between political power and oppressed was very obvious. In the session of about one and a half hours there were no steps towards accepting the demands put forward by our delegate, although it had been the state who invited to this meeting in the first place.

 

Very striking was the fact, that the politicians apparently just learned of our exact demands during the session, although we had pronounced them already in both previous press releases. This lack of information shows that there was no actual effort taking by the government to consider our demands and that instead the main purpose of the meeting was to break the hunger strike. A routine which had been used 'successfully' several times before. This time, because of the continuous demand of those in strike for the recognition of their revoked rights and for the avoidance of their marginalization, the political delegates decided to offer a tent with technical aid and to promise a review of the pending asylum cases of those in strike – to decide upon this within two weeks. However, this remains without any guarantees of recognition, like always: In the last years and in the beginning of this year, the quota of recognitions of asylum cases was at 1.3 percent. Therefore we refuse to accept this offer as it does not comply with our demands.

 

Furthermore, two press releases by the Bavarian social affairs minister Haderthauer need an explicit reply from our side: Only the title of the first release (roughly: “Social affairs minister Haderthauer: 'Social democrats and Green Party lead astray asylum seekers!' - hunger strike of asylum seekers in Munich”) already makes obvious the focus on election campaigning instead of an engagement with our demands. Additionally Haderthauer claims that negotiations between delegates of German politics and those in hunger strike have always been successful. Indeed, these negotiations were successful, but merely on the part of of the government: to break the hunger strike without giving in to its demands, that is a change of asylum politics. In her second press release, minister Haderthauer remarks that we live in a constitutional state “where one might not enforce one's preferential treatment by hunger strikes”. We can only wonder whose privileging before whom she means here. We, the asylum seekers, who went on a dry hunger strike against the backdrop of our position on the lowest level given to us by this “constitutional state”, define ourselves as asylum seekers. Our demands for the recognition of our rights cannot be reduced to private interests, a privileging before others is quite impossible against this backdrop.

 

Concerning the situation on site, it seems necessary to emphasize again that the pregnant woman who takes part of the protest, is not on hunger strike, neither are the present children.

 

All others of our fellow campaigners are in their third day of dry hunger strike, only yesterday 16 of us collapsed. Nonetheless, we will refuse water until we receive recognition of the first class according to paragraph 16a of the Basic Law [constitutional law, Grundgesetz]!

As there seems to be no rapprochement on the part of the government despite this dangerous situation, a group of supporters with secure resident status has decided to go on hunger strike as well in solidarity with us!

 

The hunger-striking asylum seekers in Munich

Dritte Pressemitteilung der hungerstreikenden Asylsuchenden in München

Seit Samstag befinden wir uns im Hungerstreik und heute ist der zweite Tag
des trockenen Hungerstreiks. Der zweite Tag also, an dem wir weder Essen
noch Flüssigkeit zu uns nehmen. Rund 60 Asylsuchende beteiligen sich vor
Ort am Protest, davon befinden sich 55 Personen im trockenen Hungerstreik.
Auch eine schwangere Frau und drei Kinder sind vor Ort, sie befinden sich
jedoch nicht im Hungerstreik.
Seit gestern mussten bereits vier Personen ins Krankenhaus gebracht werden: Safi Muhammad wurde heute in den frühen Morgenstunden ins Krankenhaus gebracht, befindet sich inzwischen jedoch wieder am Protestort. Heute Mittag wurde Jamal Hussein ins Krankenhaus gebracht, weil er nicht mehr ansprechbar war. Um 14:30 Uhr kollabierte nun die vierte Person, Naeem Muhammad, und wurde nun ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Quasem Muradi, der bereits gestern das Bewusstsein verlor, befindet sich weiterhin auf der Intensivstation.
Seit 13:00 Uhr findet heute ein Treffen zwischen Vertreter_innen der bayerischen Regierung, des BAMF, des Bayerischen Innenministeriums und des Sozialministeriums mit einem von uns bestimmten Delegierten statt. Zur selben Zeit, in der laufend Protestierende unter uns kollabieren, will Frau Haderthauer eine Verhandlung über eine Forderung beginnen, die nicht verhandelbar ist, und nimmt uns somit lebenswichtige Zeit. Unser Delegierter wird unsere gemeinsame Haltung gegenüber dieser Reaktion den Politiker_innen bei dem Treffen übergeben. Von politischer Seite ist anschließend für 16:00 Uhr eine Pressekonferenz vor Ort angesetzt, in der die Ergebnisse des Treffens vorgestellt werden.
Die Inhalte der Pressemitteilungen von Frau Haderthauer sprechen für sich: Anstatt sie den Durststreikenden und deren zentraler Forderung zu widmen, geht sie auf Auseinandersetzungen mit anderen Parteien im Rahmen des aktuellen Wahlkampfes ein. Zur selben Zeit kollabieren nacheinander unsere Mitstreiterinnen und Mitstreiter und die Lebensgefahr für uns alle wächst mit jeder Minute.
Die hungerstreikenden Asylsuchenden in München

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deutsch siehe unten

Qasem Muradi one of 55 asylum seekers in hungerstrike is now in hospital. Like all the others he had gone to dry hungerstrike on the 3rd day. 3 days was the time limitation which the hungerstrikers anounced to the government to realize their demand. Since there was not any reaction from government but making more difficult conditions for giving permission and pressuring to leave the place, all hungerstriking asylum seekers decided to go on dry hunger strike. Since today morning to show how far is the value of a humans life for the government than what they try to show.

Qasem Muradi became unconscious since 16 o'clock and last discussion with Dr. was information about the necasaty of moving to intensive station  The doctor said he is "a little worry" about his situation...

Oasem Muradi einer der 55 hungerstreikenden Asylsuchenden ist nun im Krankenhaus. Wie die anderen ist er nach 3 Tagen in den trockenen Hungerstreik getreten. Dies war das Limit, dass die Hungerstreikenden der Regierung gesetzt hatten um ihre Forderungen zu realisieren. Da es keine Reaktion der Regierung gab und stattdessen die Bedingungen erschwert wurden und sie den Platz verlassen sollten, sind alle hungerstreikenden Asylsuchenden in den trockenen Hungerstreik getreten. Dies tun sie seit heute Morgen um zu zeigen was der deutschen Regierung ein Menschenleben wert ist.

Oasem Muradi ist um 16:00 Uhr bewusstlos geworden. Auf dem Krankenhaus sagte der Arzt er müsse in die Intensivstation gebracht werden und ist nicht ansprechbar. Der DoKtor sagte er sei etwas besorgt...

Hungerstreikende in München treten in den "trockenen" Hungerstreik

Zweite Erklärung der hungerstreikenden Asylsuchenden am Rindermarkt in München

25. Juni 2013

 

Wir, die hungerstreikenden Asylsuchenden in München, kündigen nach drei Tagen Bedenkzeit, die wir der Regierung gegeben haben um unsere Forderungen umzusetzen, Folgendes an:

 

Dieser Kampf begann am 19. März 2012 und verbreitete sich in ganz Deutschland nach vier Monaten des Widerstands. Im September wurde er zu einer große “Bewegung der Geflüchteten” und überschritt sogar geographische Grenzen. Die Stimme der Asylsuchenden umfasste ganz Europa stärker denn je und die Straßen wurden zu Orten des Kampfes in Österreich, den Niederlanden und Frankreich.

 

Nach mehr als einem Jahr dieses Widerstands, der Analyse seiner Hochs und Tiefs und einem Austausch von Ideen und Erfahrungen mit unseren Genoss_innen auf den Straßen Europas, wurde die politische Theorie der “Subjektivität” und “Warum wir Geflüchtete sind” unter dem Titel “soziale Ungleichheit zwischen der citizen und non-citizen Position” entwickelt und auf dem ersten 'Refugee Struggle Congress' vorgestellt.

 

Heute glauben wir, dass das Recht unter gleichen Bedingungen zu Leben, welche Gemeinwohl und Sicherheit in einer gewöhnlichen Definition umfassen, ein sehr grundlegendes Recht aller non-citizens ist. Es gibt kein Wort mehr dazu zu sagen und keine Möglichkeit es weiter zu verlieren.

 

Wir, die non-citizens, werden heute, am 25. Juni, um die Bestimmung über unser Leben durch die höchste Stufe der Anerkennung des Asyls zu bekommen, in vollem Bewusstsein, Gesundheit und politischer Erkenntnis, in den “trockenen Hungerstreik” treten. Wir wissen die in Politik und Verwaltung am höchsten gestellten Personen verantwortlich über unsere Leben.

 

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The second statement of hungerstriking asylum seekers on Rindermarkt in Munich

June 25, 2013

 

We, the hunger striking asylum seekers in Munich, while the 3 days of respite which we gave to government to realize our demand is finishing, announce:

This struggle has begun since 19th of March 2012 and has spread to whole Germany after 4 months of resistance. In September it became a great “refugee movement” and even passed the geographical borders and asylum seekers’ voice encompassed whole Europe stronger than ever and the streets became struggle trench in Austria to Netherland and France.

After passing more than one year of this resistance and analyzing ups and downs of it, also exchanging experiences and ideas with our comrades on European streets, the political theory of “subjectivity” and “why we are refugees” got created under the title “social inequality between the citizen and non-citizen position” and has been presented in the first Refugee struggle congress.

Today we believe that the right of living in equal conditions which are encompassed by welfare and safety with a very usual definition is a very basic right of all non-citizens. There is not any word to say and any opportunity to lose anymore.

We, the non-citizens, for getting the volition of our life which can get achieved through getting the highest level of acceptation of our asylum, in complete consciousness, health and political awareness go on “dry hunger strike” since today 25th of June. We know the highest political and administrative positioned persons in German government responsible about our lives.